Deutsch-Polnischer Preis für das Frankfurt-Słubicer Kooperationszentrum
14.08.2026
Das Frankfurt-Słubicer Kooperationszentrum ist mit dem Deutsch-Polnischen Preis 2026 ausgezeichnet worden. Bundesaußenminister Johann Wadephul und sein polnischer Amtskollege Radosław Sikorski verliehen die Auszeichnung am 17. Juni 2026 im Rahmen des Deutsch-Polnischen Forums in Berlin.
Der Preis würdigt besondere Verdienste um die Entwicklung der deutsch-polnischen Beziehungen. Neben dem ehemaligen polnischen Botschafter Janusz Reiter wurde das Kooperationszentrum für sein langjähriges Engagement für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit geehrt.

Kommunen
stärken
Impulse
geben
Vernetzung
fördern
Bei seiner Premiere im November 2025 bündelte das Kooperationszentrum gemeinsam mit rund 20 Partner*innen mehr als 40 Veranstaltungen an 17 Orten. Über 1.000 Menschen auf beiden Seiten der Oder kamen bei Diskussionen, Vorträgen, Konzerten und weiteren Formaten zu Demokratie, Geschichte und aktuellen gesellschaftlichen Fragen miteinander ins Gespräch.
Grenzerfahrungen bereits in zweiter Auflage
Das Projekt steht beispielhaft für die Arbeitsweise des Kooperationszentrums und des dort angesiedelten Bildungsbüros: Kooperation und Netzwerkarbeit bilden die Grundlage für die gemeinsame Gestaltung der Bildungslandschaft in Frankfurt (Oder) und Słubice. Das Bildungsbüro wurde 2015 gegründet und arbeitet heute unter anderem zu politischer und kultureller Bildung sowie zur Fachkräftesicherung. Im Rahmen des ESF-Plus-Programms „Bildungskommunen“ werden die Netzwerke zwischen den Bildungsakteur*innen weiter gestärkt. Im Frühjahr 2026 ging „Grenzerfahrungen“ bereits in die nächste Runde. Mit rund zwei Dutzend Veranstaltungen wurde die Doppelstadt erneut zu einem grenzüberschreitenden Forum für Europa, Demokratie und Nachbarschaft.
Die Auszeichnung ist damit auch eine Anerkennung für eine kommunale Bildungsarbeit, die zeigt, wie Netzwerke, grenzüberschreitende Kooperation und politische Bildung ineinandergreifen können.