#BuKo2026 Fishbowl: Bildungsgerechtigkeit und kommunale Armutsprävention zusammendenken

Bildungsgerechtigkeit und kommunale Armutsprävention zusammenzudenken, ist eine zentrale Herausforderung für Kommunen. Wie dies gelingen kann, war Thema unserer Fishbowl-Diskussion auf der diesjährigen Bundeskonferenz.

Gemeinsam mit Ingmar Dette (Stark vor Ort), Maxie Wollschläger (Landkreis Oder-Spree) und Friederike Zenk (Ein Quadratkilometer Bildung) diskutierten wir, wie Armut auf kommunaler Ebene wirksam aufgegriffen werden kann und warum die Verknüpfung von Armutsprävention und Bildung so wichtig ist.

© kobra.net

Kommunen

stärken

Impulse

geben

Vernetzung

fördern

Ingmar Dette betonte die Notwendigkeit kommunaler Strategien zur Armutsprävention und -bekämpfung, um strukturelle Benachteiligungen auszugleichen und negative Auswirkungen familiärer Armut auf Entwicklung, Bildung und Gesundheit von Kindern zu verhindern. Genau hier setzt das ESF+-Förderprogramm „Stark vor Ort“ an, in dem Kommunen und freie Träger Konzepte zur Armutsprävention entwickeln.

Der Landkreis Oder-Spree setzt sowohl „Stark vor Ort“ als auch das Förderprogramm „Bildungskommune“ um. Maxie Wollschläger verdeutlichte den Mehrwert einer strategischen Verzahnung beider Programme und stellte die Bedeutung starker Strukturen im datenbasierten kommunalen Bildungsmanagement für die Armutsprävention heraus. So können gerade in Zeiten knapper Ressourcen bestehende Strukturen und Daten genutzt und mit Vorhaben der Armutsprävention verknüpft werden. Gleichzeitig braucht es aus ihrer Sicht ein ressortübergreifendes Handeln, bei dem das Kind im Mittelpunkt strategischer Planungen steht.

Auch das Programm „Ein Quadratkilometer Bildung“ verfolgt das Ziel, allen Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft chancengerechte Bildung zu ermöglichen. Dafür arbeiten Bildungsakteure, kommunale Entscheidungsträger*innen und Eltern im Sozialraum zusammen. Die Pädagogische Werkstatt fungiert dabei als Netzwerkknoten und gleichzeitig Anlaufstelle für Familien und pädagogische Fachkräfte.

Die Diskussion und weitere kommunale Praxisberichte machten deutlich: Bildung und Armut müssen gemeinsam betrachtet werden, wenn Bildungsungleichheiten abgebaut und Bildungsgerechtigkeit gestärkt werden sollen. Der kürzlich erschienene Nationale Bildungsbericht zeigt erneut, dass die soziale Herkunft weiterhin maßgeblich über Bildungsteilhabe und Bildungserfolg entscheidet. Viele Programme und Kommunen setzen daher bereits gezielt an den Folgen von Armut an.



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