Kreisfreie Stadt Cottbus/Chóśebuz
Bildung als Schlüssel im Strukturwandel
Cottbus/Chóśebuz ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Lausitz und seit Jahrhunderten Heimat der Sorben/Wenden mit eigener Sprache und lebendiger kultureller Identität. Im Zuge des Strukturwandels, insbesondere durch den Ausstieg aus der Kohlverstromung, steht die Stadt vor tiefgreifenden Veränderungen und Herausforderungen wie Fachkräftesicherung, Integration und Digitalisierung. Bildung kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu: Als lebenslanger und ganzheitlicher Prozess schafft sie die Grundlage für aktive Gestaltung gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und individueller Entwicklungen. Als Wissenschaftsstandort verfügt Cottbus/Chóśebuz über starke Impulse für Forschung, Innovation und Fachkräftesicherung. Gemeinsam mit zahlreichen Bildungsakteuren – von Kitas und Schulen über Volkshochschulen und Kultureinrichtungen bis hin zu Vereinen und Initiativen – entsteht so eine vielfältige Bildungslandschaft.
Teilnahme an Förderprogrammen des BMBFSFJ:
- Bildung integriert (2019-2022)
- Bildungskoordination für Neuzugewanderte (2016-2020)
- Bildungskommunen (seit 2023)
Aktuelle Handlungsfelder:
- Fachkräftesicherung
- Kulturelle Bildung
Ziel- bzw. Kooperationsvereinbarung mit der REAB Brandenburg:
- seit März 2016

Bildungsbüro
Zur strategischen Weiterentwicklung der vielfältigen Bildungslandschaft wurde in Cottbus 2019 im Rahmen des Programms „Bildung integriert“ das Bildungsbüro gegründet. Es ist heute im Bereich Gesellschaftliche Grundsatzfragen beim Büro des Oberbürgermeisters verortet.
Das Projekt „Transformation bildend begleiten“ (2023-2027) ist Teil des Bundesprogramms „Bildungskommunen“ und zielt darauf ab, im Kontext des Strukturwandels Voraussetzungen für eine aktive gesellschaftliche Teilhabe zu schaffen. Im Fokus stehen die Bündelung und Sichtbarmachung non-formaler Bildungsangebote sowie niedrigschwellige Zugänge zu Bildungsorten, um Chancengleichheit zu stärken. Inhaltliche Schwerpunkte bilden die kulturelle Bildung und die Fachkräftesicherung.
Non-formale Bildung wird dabei als weicher Standortfaktor verstanden, der zur Attraktivität der Region beiträgt und die Gewinnung sowie Bindung von Fachkräften unterstützt. Grundlage hierfür ist ein kleinräumiges Bildungsmonitoring, das bildungsrelevante Daten erhebt, Bedarfe identifiziert und eine zielgerichtete Weiterentwicklung der Bildungslandschaft ermöglicht. Die ersten Faktenchecks für die Ortsteile Schmellwitz/Chmjelow und Sandow/Žandow liegen bereits vor, weitere werden derzeit erarbeitet.
Mitarbeitende:
- Elisabeth Brusendorff – wissenschaftliche Referentin für datenbasiertes kommunales Bildungsmanagement (DKBM)
- Christin Guttke – wissenschaftliche Referentin für analog-digital vernetzte Bildungslandschaften
- Karolina Hettchen – wissenschaftliche Referentin für lebenslanges Lernen

Besucheradresse (Postadresse weicht ab):
Bereich Gesellschaftliche Grundsatzfragen
Bildungsbüro
Stadt Cottbus/Chóśebuz
BÜRO DES OBERBÜRGERMEISTERS
Berliner Straße 6
03046 Cottbus
Tel. 0355 612 3423
Material
Vitamin B – Bildungskatalog
Der Bildungskatalog „Vitamin B“ 2025/26 bietet auf über 240 Seiten eine Übersicht über Angebote für Schulen, Kitas und…
Bildungsagenda der Stadt Cottbus/Chóśebuz
Die Bildungsagenda bildet den inhaltlichen Rahmen für die Arbeit des Bildungsbüros, indem sie zentrale Schwerpunkte für die Weiterentwicklung…
Faktencheck Bildung Schmellwitz-Chmjelow
Der Faktencheck bietet eine erste Datengrundlage, um Bildungsangebote passgenau weiterzuentwickeln und Entscheidungen faktenbasiert zu gestalten. Er bündelt Bildungsdaten…
Kooperation von Cottbus/Chóśebuz und REAB
Auftaktgespräch
Anfang Mai 2024 fand das Auftaktgespräch zwischen der REAB Brandenburg und der Stadt Cottbus/Chóśebuz statt. Während des Gesprächs wurden die aktuellen Themenfelder der Stadt sowie mögliche Anknüpfungspunkte besprochen und der Grundstein für die weitere Zusammenarbeit gelegt.
Kooperationsvereinbarung
Im Juli 2024 unterzeichnete die Stadt Cottbus/Chóśebuz sowie die REAB Brandenburg erneut eine Kooperationsvereinbarung. Darin einigten sich beide Seiten auf die Unterstützung der Stadt Cottbus/Chóśebuz durch die REAB Brandenburg in folgenden Punkten: Prozessbegleitung und Fachberatung, interkommunale Vernetzung und fachliche Vertiefung im Land Brandenburg und bundesweit, Wissenstransfer im bundesweiten Fachnetzwerk für kommunales Bildungsmanagement.
Reflexionsgespräch
In dem dreistündigen Workshop widmete sich das Team „Transformation bildend begleiten‟ der Ergänzung und Konkretisierung bisher formulierter Bildungsziele.
Entwicklungsforum „Integration und Bildung‟
Am 7. Mai 2026 gestalten die REAB Brandenburg sowie der Bereich „Gesellschaftliche Grundsatzfragen“ im Büro des Oberbürgermeisters der Stadt Cottbus/Chóśebuz ein gemeinsames Entwicklungsforum, das die Fragen in den Fokus rückt, wie Bildungsintegration als Querschnittsaufgabe in der Bildungslandschaft gelingen kann, um Bildungsungleichheiten nachhaltig zu reduzieren.
