3. Beiratssitzung der REAB Brandenburg

Die dritte Sitzung des Beirats der Regionalen Entwicklungsagentur für kommunales Bildungsmanagement (REAB) Brandenburg fand am 25. Juni 2026 im Seminaris Avendi Hotel in Potsdam statt. Zentrale Punkte waren ein Rückblick auf die Arbeit der REAB Brandenburg seit der letzten Beiratssitzung, ein Impulsbeitrag von Karen Dohle, Fachberaterin für Ganztag und Inklusion bei der REAB Brandenburg, sowie der Austausch darüber, was die REAB Brandenburg tun kann, um die Kommunen in der Bearbeitung der Vielfalt der Themen, den gesellschaftlichen Veränderungen und den strukturellen Hürden wirksam zu unterstützen. Die Beiratsmitglieder leisteten auch in dieser Sitzung einen wertvollen Beitrag zur strategischen Planung und thematischen Ausrichtung der REAB Brandenburg für die kommenden Monate.

Rückblick 2025/2026

Dr. Stefanie Hildebrandt stellte die Arbeit der REAB Brandenburg seit der letzten Beiratssitzung im Jahr 2025 vor. Vera Klar-Winter erläuterte, wie die Kommunen begleitet wurden und Stephan Vierkant legte dar, wie der Wissenstransfer erfolgte.

Zentrale Erkenntnisse

  • Die REAB Brandenburg erreicht neue Akteur*innengruppen, über die Stellen des Bildungsmanagements und des Bildungsmonitorings hinaus. Durch die Vielfalt der Themen, die die REAB aufgreift und bearbeitet, haben sich ihre Netzwerke vergrößert. Auch sind die Kontakte der REAB zum MBJS durch das Startchancen-Programm und den Rechtsanspruch auf Ganztagsförderung vielfältiger geworden.
  • Der Handlungsdruck in den Kommunen steigt spürbar.  Der stetige Veränderungsdruck infolge der Vielfalt der Themen, die in den Kommunen oben aufliegen, führt zur Notwendigkeit neue Formate der Zusammenarbeit zu erarbeiten und Kompetenzen in der Prozesssteuerung zu etablieren. Die REAB Brandenburg beobachtet in diesem Zuge auch, dass die Themen inhaltlich zunehmend ineinandergreifen (z.B. Integration, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Ganztag, kulturelle Bildung, Startchamcen-Programm, Fachkräftesicherung).
  • In diesem Sinne wächst die Aufgeschlossenheit für und der Wunsch nach Vernetzung und Wissenstransfer.
  • Auch die Schaffung von Kooperationen und die Nutzung von Synergien gewinnen an Bedeutung. Hierzu müssen sich auch die Strukturen der Zusammenarbeit wandeln.
  • Hier liegt die größte Hürde der Umsetzung. Die Strukturen innerhalb der Verwaltung sind weiterhin stark versäult. Das Verständnis für Kooperation und Governance auf Leitungsebene sind entscheidend, damit Bildungsthemen ressortübergreifende bearbeitet werden.
  • Die steigende Relevanz der Ressourcenfrage hat das Potenzial einer zielgerichteteren Zusammenführung von Synergien innerhalb der Verwaltung wie auch mit externen Partner*innen.
© kobra.net

Impuls

© kobra.net

Frau Dohle stellte in ihrem Beitrag die Unterstützungsleistungen und Handlungsfelder der REAB Brandenburg im Themenfeld Ganztag vor und verwies auch auf die diesbezügliche Förderrichtlinie “Ganztag in Bildungskommunen – Kommunale Koordination für Ganztagsbildung” des BMBFSFJ. Anhand von Beispielen aus der Begleitung von großflächigen Landkreisen zu Vernetzung, Kooperation, Qualitätsentwicklung und datengestützter Planung und Information wurden die Möglichkeiten der Koordination und Steuerung durch ein kommunales Bildungsmanagement dargestellt und erörtert.


Austausch und Diskussion

Frau Dr. Hildebrandt richtete die Frage an die Beiratsmitglieder, was die REAB Brandenburg tun kann, um die Kommunen in der Bearbeitung der Vielfalt der Themen, den gesellschaftlichen Veränderungen und den strukturellen Hürden wirksam zu unterstützen, und was die Beiratsmitglieder in Ihrer Rolle tun können.

  • Diskutiert wurde, wie Kommunen künftig noch gezielter angesprochen und weitere relevante Akteur*innen in Entwicklungsprozesse einbezogen werden können.
  • Es wurde hervorgehoben, dass Kommunen nicht allein durch die Weitergabe von Programmwissen unterstützt werden können. Die Akteur*innen vor Ort kennen ihre Situation am besten und sollten deshalb die passenden Lösungen für ihre Herausforderungen selbst entwickeln.
  • Die Diskussion unterstrich, dass lokale Herausforderungen und Potenziale stets im jeweiligen kommunalen Kontext betrachtet werden sollten.
  • Angeregt wurde, den Fokus auf zwei bis drei drängendste Herausforderungen einer Kommune zu richten und mit konkreten, sichtbaren Vorhaben einen Beitrag zu deren Bewältigung zu leisten.
  • Konkrete, gemeinsam entwickelte Projekte wurden als geeigneter Ansatz beschrieben, um neue Akteur*innen einzubinden, Kooperationen zu stärken und innovative Entwicklungsprozesse anzustoßen. Akteur*innen vor Ort sollten gezielt prüfen, welche relevanten Perspektiven bislang fehlen, und bislang nicht beteiligte Partner*innen in die Zusammenarbeit einbeziehen.
  • Das Startchancen-Programm wird als Chance gesehen, langfristig eine neue Kultur des Zusammenwirkens und neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Schulen, Kommunen und weiteren Partner*innen zu etablieren.

Die Beiratsmitglieder unterstrichen, dass insbesondere die Verbindung strategischer Entwicklungsprozesse mit konkreten kommunalen Herausforderungen großes Potenzial bietet. Die REAB Brandenburg wurde darin bestärkt, ihren Weg weiterzuverfolgen und Kommunen durch Vernetzung, Prozessbegleitung und den Austausch guter Praxis bei der Gestaltung zukunftsfähiger Bildungslandschaften zu unterstützen.


Teilnehmende Beiratsmitglieder und ihre Institutionen



Kontakt

LEITERIN